Stags & Hens (Schauspiel)

Unit, Theater der Universität der Künste, Berlin 2009

Regie: Gerd Wameling
Bühnenbild: Nora Johanna Gromer
Kostümbild: Marianne Heide, Julia Wannek
Der Wunsch dazu zu gehören.
Uniformität - Individualität.

Die Mode der 80er aus der Entstehungszeit des Stücks bildet mit ihren exzentrischen
Silhouetten, schrillen Farben und Materialien die Grundlage des Entwurfs.
Die uniformen Codes einer Gruppe, zu der es dazu zu gehören gilt, werden plakativ
überzeichnet gezeigt und dadurch enttarnt und ironisiert.

Die schwarze Gang aus Stags in ihren Karottenhosen und Lederblousons will stark 
und furchteinflößend wirken. Jeder verteidigt verbal und mit körperlichem Einsatz
seinen Platz in der Hierarchie der Gruppe gegen einen Außenseiter, den sie erst 
wegen seines ihnen fremden Äußeren bewundern und schließlich aus demselben Grund
fertig machen.

Wovor haben sie Angst? Vor Konkurrenz. Deshalb sind sie lieber alle gleich.

Die Hens verwandeln sich auf der Damentoilette, sichtbar für die Zuschauer durch
Ausziehen, Wenden und Umdrapieren ihrer Kleider von grauen Alltagsentlein in 
schrille Schwäne, behängen sich mit Schmuck, stecken und toupieren Haarteile auf,
bemalen ihre Gesichter und tauschen Ballerinas gegen mörderische Highheels. Sie 
plustern sich auf, wie Hähne vor einem Kampf.
 
Worum werden sie kämpfen? Um Anerkennung und Bewunderung.
Kritik in Neues Deutschland

Link zum Stück auf der Website der UDK

Link zur Bühnenbildnerin